Den Klimawandel stoppen – das ist heute die wichtigste Aufgabe der Menschheit. Ja, ganz gewiss. Was wir bei der Diskussion um Dieselverbote, Windparks und Kohleabbau jedoch oft vergessen, ist: unser menschliches Klima. Unser Umgang miteinander.

Diesen Klimawandel herbeiführen – das ist heute die wichtigste Aufgabe der Menschlichkeit.

Und das eine wird ohne das andere nicht funktionieren. Denn: Es gibt nur eine gemeinsame Menschheit. Und für sie ist Menschlichkeit nicht nur eine Option, sondern eine Überlebensfrage.

Jenseits aller Unterschiede

Schon heute verlieren etwa die Bewohner der Fidschi-Inseln ihre Wohngebiete an das steigende Wasser des Ozeans. Für (zu) viele Europäer und Nordamerikaner ist das ein Menetekel, von dem sie sich (noch) nicht betroffen fühlen.

Weder die Südsee noch die afrikanische Steppe beginnt vor der eigenen Haustür. Und als 2011 die Slums von New Orleans durch das Jahrhunderthochwasser des Mississippi davongespült wurden, da schien dies selbst Bewohnern derselben Stadt ein Geschehen in weiter Ferne. Aus der Perspektive ihrer „gated communities“ gehörten die Armen und Schwarzen am Flussufer nicht zur selben Gruppe.

Hier wie dort fehlt es an Menschlichkeit, an einem gesunden Klima des Miteinanders, sprich: einem wachen Bewusstsein für die Zusammengehörigkeit aller Menschen, jenseits aller Unterschiede.

Wie und wo kann ein solches Bewusstsein, ein gutes Klima wachsen?

Für den Klimawandel

Die Antwort lautet für mich: Nur praktisch! Nur persönlich! Nur alltäglich!

Allgemeine Appelle an Einsicht und Vernunft helfen wenig weiter. Weitaus besser wirken für unser menschliches Klima konkrete Taten – überall dort, wo sich die Gelegenheit ergibt: beim Einkaufsbummel in der Stadt, wenn für einen Verletzten der Krankenwagen gerufen wird, anstatt ihn anzugaffen; im Internet, wenn User auf eigene Hasskommentare verzichten und den digitalen Pöbeleien anderer mutig entgegentreten.

Gelegenheiten und Anlässe gibt es reichlich. Meist scheinen sie auf den ersten Blick unbedeutend. Aber schon Mark Twain wusste: „Deine menschliche Umgebung ist es, die das Klima bestimmt.“

In diesem Sinne: Engagieren Sie sich mit mir für den Klimawandel in unserer Gesellschaft und für mehr Miteinander. Machen Sie Menschlichkeit! Denn wer macht, hat die Macht: gegen das Gefühl der eigenen Machtlosigkeit, gegen die Verführung zum Mitmachen bei zeitgeistiger Inhumanität und für mehr Zufriedenheit mit dem eigenen Leben.

#MachtMenschlichkeit